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Ihre Heimatnummer bleibt aktiv, während die eSIM die Daten übernimmt

Die meisten Smartphones können eine physische SIM und eine eSIM parallel nutzen. Behalten Sie Ihre Heimatnummer für Anrufe und Banking-Codes, während eine Reise-eSIM die Daten zu lokalen Tarifen übernimmt. Hier die Einrichtung, Schritt für Schritt.

Smartphone mit Dual-SIM-Einstellungen, das eine physische SIM und eine eSIM gleichzeitig anzeigt
In dieser Geschichte

Sie müssen sich nicht zwischen Ihrer Heimatnummer und bezahlbaren Daten im Ausland entscheiden.

Das ist die Frage, die wir von eSIM-Neulingen am häufigsten hören: „Wenn ich auf eine Reise-eSIM umsteige, verpasse ich dann Anrufe auf meine normale Nummer? Und was ist mit den Bestätigungs-SMS meiner Bank?"

Die kurze Antwort: Sie müssen gar nicht umsteigen. Die meisten modernen Smartphones können zwei Leitungen gleichzeitig nutzen. Ihre physische Heimat-SIM bleibt im Telefon, aktiv für Anrufe und SMS. Die Reise-eSIM läuft daneben und übernimmt alle Daten. Beide funktionieren gleichzeitig.

So richten Sie das richtig ein — und das ist die eine Einstellung, auf die alles ankommt.

Dual SIM ist der ganze Trick

Die meisten Smartphones der letzten Jahre unterstützen Dual SIM: ein physischer SIM-Slot plus mindestens eine eSIM. Wenn beide aktiv sind, ist Ihr Telefon in zwei Netzen gleichzeitig registriert.

Das heißt, Sie können jeder Leitung eine Aufgabe zuweisen:

  • Heimat-SIM: Anrufe und SMS. Ihre Nummer bleibt erreichbar. Banking-Codes, Lieferbenachrichtigungen, Anrufe von der Familie — all das kommt weiterhin an.
  • Reise-eSIM: Daten. Surfen, Karten, Messenger-Apps — alles, was das Internet nutzt, läuft über die eSIM zu lokalen Tarifen statt über die Roaming-Tarife Ihres Heimatanbieters.

Ihr Telefon regelt die Aufteilung automatisch, sobald Sie ihm sagen, welche Leitung wofür zuständig ist. Das finden Sie in Ihren SIM-Einstellungen, meist unter „Mobilfunk" oder „Netzwerk & Internet", wo Sie eine Standardleitung für Daten und eine für Anrufe festlegen können.

Die Einstellung, die wirklich Geld spart

Die eSIM als Datenleitung festzulegen ist Schritt eins. Schritt zwei ist genauso wichtig: Schalten Sie Datenroaming auf Ihrer Heimat-SIM aus.

Warum? Weil eine Heimat-SIM mit aktiviertem Roaming in bestimmten Situationen trotzdem Daten übertragen kann — selbst wenn die eSIM Ihre Standard-Datenleitung ist. Und diese Daten werden zu den Roaming-Tarifen Ihres Heimatanbieters abgerechnet. Roaming auf der Heimatleitung auszuschalten schließt diese Tür vollständig.

Mit ausgeschaltetem Roaming auf der Heimat-SIM:

  • Anrufe auf Ihre Nummer kommen weiterhin durch.
  • SMS kommen weiterhin an, auch die sechsstelligen Bestätigungscodes.
  • Keinerlei Daten laufen über die Tarife Ihres Heimatanbieters.

Das ist das ganze Arrangement. Telefonie und SMS auf der einen Leitung, Daten auf der anderen — und ein sicherer Riegel vor versehentlichen Roaming-Gebühren.

Benennen Sie Ihre Leitungen vor dem Abflug

Eine Kleinigkeit, die echte Verwirrung erspart: Geben Sie jeder Leitung einen klaren Namen.

Smartphones lassen Sie SIM-Leitungen umbenennen — statt „Primär" und „Sekundär" nennen Sie sie etwa „Zuhause" und „Reisedaten". Wenn Sie in der Ankunftshalle stehen und prüfen, warum sich etwas nicht verbindet, wollen Sie auf einen Blick wissen, welche Leitung welche ist.

Wenn Sie schon in den Einstellungen sind, machen Sie zu Hause einen kurzen Probelauf:

  1. Prüfen Sie, dass die eSIM installiert ist und als Leitung angezeigt wird. Wenn Sie noch keine installiert haben, führt Sie unsere Installationsanleitung Schritt für Schritt durch.
  2. Legen Sie sie als Standard für Daten fest.
  3. Legen Sie Ihre Heimat-SIM als Standard für Anrufe fest.
  4. Schalten Sie Datenroaming auf der Heimat-SIM aus (und bei Bedarf für die eSIM ein — Reise-eSIMs benötigen oft aktiviertes Roaming, um zu funktionieren; das ist normal und kostet bei einem Prepaid-Tarif nichts extra).

Fünf Minuten zu Hause sind besser als Fehlersuche im Flughafen-WLAN.

Eine Sache, die Sie bei Ihrem Anbieter prüfen sollten

SMS im Ausland zu empfangen ist bei den meisten Anbietern kostenlos oder günstig. Meistens — aber nicht überall. Die Regelungen variieren, und manche Anbieter berechnen Gebühren für angenommene Anrufe im Roaming oder haben ungewöhnliche Regeln für SMS.

Prüfen Sie deshalb vor dem Abflug zwei Dinge bei Ihrem Heimatanbieter:

  • Was kostet es, im Ausland eine SMS zu empfangen?
  • Was kostet es, im Ausland einen Anruf zu empfangen?

Wenn der SMS-Empfang kostenlos ist, sind Sie startklar: Bestätigungscodes kommen weiterhin kostenfrei an. Falls Ihr Anbieter für eingehende Anrufe Gebühren berechnet, können Sie unbekannte Nummern einfach auf die Mailbox laufen lassen und über eine Messenger-App per eSIM-Daten zurückrufen.

Das Fazit

Ihre Heimatnummer und eine Reise-eSIM konkurrieren nicht um denselben Platz. Es sind zwei Leitungen mit zwei Aufgaben: Die Heimat-SIM hält Sie erreichbar, die eSIM hält Sie zu lokalen Tarifen online.

Legen Sie die eSIM als Datenleitung fest. Schalten Sie Datenroaming auf der Heimat-SIM aus. Benennen Sie beide Leitungen, damit Sie sie auseinanderhalten können. Klären Sie vor der Abreise die Regelung Ihres Anbieters für eingehende SMS.

Machen Sie das einmal, und die Frage „Bekomme ich den Code meiner Bank auch im Ausland?" stellt sich gar nicht mehr. Ob Ihre nächste Reise in ein Land oder mehrere führt — sehen Sie nach, wo Openline funktioniert, oder holen Sie sich eine globale eSIM und richten Sie sie ein, bevor Sie packen.

Wieder ein Stück besser vorbereitet.
GESCHRIEBEN VON

Lukas

Lukas schreibt darüber, was zwischen dem Tippen auf „Installieren“ und dem ersten Signal passiert. Backend-Entwickler, widerwilliger Blogger. Wien.

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WENIGER ROAMING. MEHR ENTDECKEN.

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